Der Duft von frischem Brot
Jeden Samstag stand meine Mutter um vier Uhr auf. Ich lauschte unter dem Federbett, wie sie in der Holzmulde den Teig knetete und leise dazu summte – immer dasselbe Lied, dessen Text ich nie erfahren habe.
Bis die Sonne aufging, duftete das ganze Haus nach Brot. Mein Vater stellte dann seine Stiefel an die Tür und sagte: „Na, Margit, du hast wieder das beste Brot der Welt gebacken.“ Meine Mutter winkte ab, aber ich sah, dass sie lächelte.