Die Lebensgeschichte der Eltern bewahren – Schritt für Schritt
Ein praktischer Ratgeber, wie man die Erinnerungen von Eltern und Großeltern sammelt und aufschreibt – auch mit wenig Zeit.
In den meisten Familien gibt es den Vorsatz: „Irgendwann sollten wir Mamas Geschichten aufschreiben.“ Doch das „Irgendwann“ kommt nie. Mit diesen Schritten kann jeder anfangen – sogar an einem einzigen Nachmittag.
1. Wählen Sie ein Einstiegsthema
Beginnen Sie nicht mit „Erzähl mir dein Leben“ – das ist zu groß. Starten Sie konkret: das Elternhaus, die erste Arbeitsstelle, das Kennenlernen.
2. Schaffen Sie eine ruhige Atmosphäre
Ein stiller Raum, eine Tasse Tee, Zeit. Legen Sie das Telefon weg – oder nutzen Sie es zur Aufnahme, wenn es nicht stört.
3. Fragen – und dann zuhören
Die besten Interviewer sprechen wenig. Warten Sie nach einer guten Frage, auch wenn die Stille lang ist. Hier finden Sie 30 bewährte Fragen.
4. Sammeln Sie die Fotos
Alte Fotos wirken Wunder: Ein einziges Bild bringt Geschichten zurück, die sonst nie erzählt worden wären.
5. Aufschreiben – oder sich helfen lassen
Am schwierigsten ist es, aus gesprochenen Erinnerungen lesbare Prosa zu formen. Hier hilft Memoair: Der Gesprächspartner stellt am Telefon die Fragen, die erzählende Person antwortet in ihrem Tempo, und es entsteht ein literarisch geschriebenes Buch in Kapiteln, mit Fotos.
6. Mit der Familie teilen
Mit Erlaubnis der erzählenden Person können Sie das fertige Buch teilen, ausdrucken und als Hörbuch anhören – sogar mit ihrer eigenen Stimme.
Ihre Geschichte, in ihren Worten – sogar mit ihrer eigenen Stimme.
Der Gesprächspartner von Memoair fragt geduldig nach ihrem Leben – daraus entsteht ein wunderschön geschriebenes Buch.